Zurechtweisungen und ihre möglichen Folgen

Zurechtweisungen und ihre möglichen Folgen

Bildquelle: Pixabay | CC0 Public Domain | Comfreak

Dass wir die Negativität aus den sozialen Netzwerken schöpfen, brauche ich nicht wiederholen. Denn dafür wiederholt es sich von selbst viel zu oft. Leider. Erst vor ein paar Tagen habe ich en Bild mit dem altbekannten türkischen Auge (Nazar-Boncuk) gepostet und da ließ nicht lange auf sich warten, bis die Moralaposteln aus ihren Löchern krochen. Und das ist wirklich nur ein simples Beispiel. Das Internet ist voll davon. Es platzt aus allen Nähten, wie ein überfüllter Magen mit ekligem Zeug vollgestopft, wie Geschmacksverstärker, Glutamate oder anderen dem menschlichen Körper unverträglichen Nahrungszusatzstoffen. Die Kommentare möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen. Es ist an dieser Stelle nicht von Bedeutung.

Zurechtweisungen werden maßlos übertrieben

Was allerdings von größerer Bedeutung ist, dass diese Zurechtweisung überhandnimmt und zwar in allen Variationen. Ich habe als Bloggerin mittlerweile viel Erfahrung damit und nach und nach legt man sich in diesen Dingen ein dickes Fell zu. Das ist auch gut so, denn nur so schont man die eigenen Nerven, denn die Nervenreserven sollten eher für wichtigere Dinge vorhanden sein.

Es können Gefühle von Mitmenschen verletzt werden

Was mir allerdings am Herzen liegt ist, dass diese Zurechtweisungen nun nicht nur meiner Person gelten, sondern der Allgemeinheit und das ist genau das, worum es mir hier geht. Die Menschen, die kein dickes Fell haben, sich noch keins zulegen konnten oder es überhaupt nicht können, sind von diesen Bemerkungen mehr betroffen als wir uns vielleicht denken. Sie werden verunsichert und fangen dadurch an, an sich selbst zu zweifeln. Und das ist der springende Punkt. Ganz gleich welche Absicht es war, diese Zurechtweisung in die Welt zu schreien, die Wirkung ist in den meisten Fällen negativ. Nur vereinzelt sind solche Zurechtweisungen lieb und nett formuliert. Meist sind sie völlig emotionslos, kaltherzig oder gar schelmisch. So nach dem Motto: „Ich weiß etwas, was du nicht weißt. Ätschibätsch.“

Wem ist damit geholfen?

Eher niemandem. Wir leben in einer Generation der Klugscheißer. Dabei wäre es vielleicht mal nicht verkehrt einfach der Person zuzuhören, kein Kommentar abzugeben und die Dinge einfach sein lassen, die Person leben lassen, einander leben lassen. Noch besser ist es doch, nicht darauf zu warten, dass man ein Kommentar ablassen kann, sondern erst tatsächlich aufmerksam zuzuhören, den Beitrag zu lesen und erst nachzudenken. Nicht alles ist schwarz und weiß. Es kann hell-, dunkel oder auch graublau sein…

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