Warum wir an unseren Entscheidungen nicht immer unser Leben lang festhalten müssen

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Wir alle treffen alltäglich Entscheidungen. Überwiegend sind es kleine Entscheidungen. Und dann sind da noch die ganz wichtigen, die unser Leben enorm beeinflussen und verändern. Der Eine entscheidet sich schnell, der Andere braucht länger und wiegt alle Vor- und Nachteile ab.

Die Fragen sind jedoch:

Wenn wir einst Entscheidungen getroffen haben, müssen wir uns unser Leben lang an ihnen festbeißen? Wären wir nicht festgefahren, wenn wir verbissen an ihnen festhalten? Wenn wir unsere Meinung ändern und das Entschiedene wieder über Bord werfen, sind wir dann wie eine wehende Fahne, die instabil ist oder eher flexibel? Und war vielleicht diese Entscheidung für einen Lebensabschnitt gut, dennoch für unseren weiteren Lebensweg eher destruktiv? Oder halten wir auch an Entscheidungen fest, weil wir uns selbst nicht eingestehen wollen oder können, dass wir uns falsch entschieden haben?

Nun so pauschal kann man diese Fragen natürlich nicht beantworten. Jede Situation ist anders und hängt auch von Ort, Zeit und Person sowie den Lebensumständen dieser ab.

Die Fakten sind:

  • Eine Entscheidung kann überholt sein und muss neu überdacht werden, weil sich die Umstände weiterentwickelt haben oder wir selbst keinen Mehrwert mehr daraus schöpfen können.
  • Wir müssen uns auch mal eingestehen können, dass wir uns falsch entschieden haben. Und es ist auch völlig okay mal daneben zu liegen.
  • Je nach Situation kann es auch bedeuten, dass wir uns von äußeren Einflüssen haben beeinflussen lassen. Spätestens, wenn wir merken, dass es nicht auf unseren Mist gewachsen ist, können wir immer noch die Notbremse ziehen.
  • Eine Entscheidung kann uns innerhalb eines Lebensabschnitts bereichern und wir würden es bereuen, wenn wir sie nicht getroffen hätten, wenn wir im Sterbebett liegen. Es ist aber auch okay sie weiter ziehen zu lassen, wenn wir sie einst getroffen haben und nicht mehr für kraftvoll für uns sehen.
  • Eine Entscheidung kann unseren Charakter wachsen lassen. Wenn sie es nicht mehr tut, hat sie ihre Pflicht höchstwahrscheinlich getan.
  • Nicht immer fühlt sich eine Entscheidung leicht an und der Weg, der sich dahinter verbirgt auch nicht. Im Endeffekt wissen wir aber, dass es sich lohnt diesen Weg gegangen zu sein oder zu gehen.
  • Um weiterzugehen, müssen wir alte Denkweisen loslassen, um damit neuen Platz zu schaffen sich zu entfalten.

Wie sieht es mit dir aus? Tust du dir schwer damit alte Entscheidungen loszulassen?

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