Warum ich die Schnauze voll vom Brückenbauen habe

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Wie oft habe ich Artikel über das „Brückenbauen“ gelesen. Und irgendwie bauen und bauen wir, aber trotzdem bleibt jeder auf seiner Seite. Hin und wieder dackelt die eine oder der andere mal rüber auf die andere Seite und kurz darauf dackelt sie oder er wieder zurück. Wir mühen uns ab, reden uns den Mund fusselig und im Endeffekt bleibt jeder weiter schön bequem an seiner Seite des Ufers sitzen. Toll und nun?

Mein Verständnis in Bezug auf die Brücken hat sich gewandelt

Ich will keine Brücken mehr bauen. Bauen ist anstrengend. Und außerdem warum sollten wir bauen und nur kurz mal hinüber dackeln, anstatt mal die Brücken wegzulassen. Spart das nicht eine Menge Arbeit? Ersparen wir uns nicht die Mühseligkeit? Und wenn wir die Brücken da lassen, entsteht bei mir der Eindruck, als ob wir den anderen nur als Gast wahrnehmen und nicht als ein Familienmitglied. Ein Gast, der bald wieder geht. Vielleicht ein Kaffee mit uns trinkt und dann wieder abhaut auf seine Seite. Und so lebt jeder weiter in seiner eigenen Welt. Und wenn wir uns mal vorstellen wir lassen die Brücken einfach weg, dann fängt da das Zusammenleben einer Gesellschaft an. Ich möchte nicht, dass wir hin und her dackeln, sondern dass wir auch zusammenbleiben, einander unterstützen und uns nicht wieder in unsere Schubladen einschließen.

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