Frauen und Vorurteile

Bildquelle und Copyright: Pixabay,  Tatjana Rogalski

Als Frau hast du tagtäglich mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, denn oft wirst du traurigerweise auf dein Äußeres reduziert und musst dich stets beweisen, dass du auch ein helles Köpfchen bist. So bist du oft die Süße, die Hübsche, die Niedliche, die sexy Diva, die heiße Bitch, die bemitleidenswerte Kopftuchfrau, das Mütterchen und und und…
Seltener bist Du die Lehrerin, die Betriebswirtin, die Mutter und die Frau, die Grafikerin, die Anwältin und vieles mehr.

Doch sollte es nicht die Grundvoraussetzung sein, dass diese Eigenschaften im Vordergrund stehen? Ist es ein Phänomen unserer Gesellschaft? Sind es die enormen Folgen der Modeindustrie oder allgemein unserer Konsumgesellschaft?

Dein Blickwinkel ist das Ventil

Und genau das ist auch das Problem, denn wir Frauen sehen uns selbst oft aus diesem Blickwinkel, ob bewusst oder unbewusst. Genau, weil wir ständig das zu hören oder auch von den Medien jeglicher Art vorgegaukelt bekommen. Ganz zu schweigen von den vielen tollen Frauenzeitschriften, die uns klar machen wollen, wie wir es am besten anstellen können.

Schon in unserer Kindheit prägt sich dieses Bild und über Jahre hinweg entwickelt sich ein Denkmuster, dass nur sehr schwer aus unseren Köpfen zu entfernen ist. Meist läuft dies auch schon automatisch im Hintergrund ab, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Wie soll ich es anstellen

Doch wo du anfangen könntest, dir deinen Respekt zu verschaffen, ist, dass du aufhörst, dich selbst nur als das Äußere zu sehen, auch wenn es oft unbewusst geschieht.

Meine Strategie ist Folgende:

Und zwar liegt es an uns zu lernen unsere Gedanken wahrzunehmen und bei wiederkehrenden negativen Gedanken diese bewusst in positive Gedanken über uns selbst umformulieren. Es ist anfangs schwierig und oft wirst du dir auch denken: „Was für ein Schwachsinn! Ich kann mir die Welt nicht schön malen.“ Nein! Aber deine Einstellung gegenüber dir selbst kannst du grundlegend ändern und das wird auch niemand anders für dich übernehmen. Wenn du das geschafft hast, projiziert dein Selbstbewusstsein diese Wahrnehmung in deine Umwelt.

Respekt an erster Stelle gegenüber dir selbst

Fange an, dich selbst zu respektieren. Liebe dich so wie du bist, ob du jetzt klein, groß, dünn, pummelig oder eine Höckernase hast, denn im Endeffekt musst du mit dir selbst glücklich sein und nicht die Anderen.

Es spielt keine Rolle, wie du dich kleidest. Kleider machen Leute, das stimmt, aber nur für einen Moment. Wenn die Person den Mund aufmacht und nur heiße Luft entweicht, dann geraten auch die Kleider in den Hintergrund und nützen nichts. Verstehe mich nicht falsch, ich meine damit nicht, dass du dich jetzt äußerlich gehen lassen solltest. Das natürlich nicht. Es geht darum, seinen eigenen Fokus auf das Wesentliche zu setzen.

Selbstliebe ist nicht gleich Egoismus, deshalb liebe dich ein bisschen mehr, liebe deine Persönlichkeit, liebe deinen Charakter, dann wendet sich auch die Wahrnehmung deiner Umwelt, denn dein Auftreten ist dein Podest und nur du kannst ihn zum Leuchten bringen. Die Kunst dabei ist, den Mittelweg zu finden. Wo dein Mittelweg ist, kannst nur du für dich selbst entdecken, in dem du lernst, mit deinem Herzen zu kommunizieren und darauf zu hören.

Unabdingbar ist es, zu lernen und an einem besseren Ich zu arbeiten, damit wir alle uns immer ein bisschen mehr lieben. Wie soll sonst eine Person, die sich selbst nicht liebt, anderen Liebe geben können?

Dieser Beitrag erschien zuerst bei dtj-online.de am 15.11.2015

*aktualisiert am 10.11.2017

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