Ein Gespräch mit meiner Mutter

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Wie des Öfteren.

Doch gestern ging es um ein Thema, worüber ich selbst oft nachdenke. Das Gespräch entwickelte sich von allein, weil sie sich seit einer längeren Zeit Gedanken über ihren Job macht und all die Dinge, die noch so um sie herum geschehen…

Sie erzählte mir über ihre Rentenbeiträge, die sie in Zukunft kriegen wird und auch wie viel mein Vater kriegen wird. Na ja … muss ich das jetzt wirklich näher erläutern?

Okay mache ich.

In einem Wort: Haha!

Kopfkino lässt grüßen

Ein Film spielte sich innerhalb von Millisekunden in meinem Kopf ab. Wie viele Jahre sind vergangen, wie viele Jahre harte Arbeit, ob es jetzt hier in Deutschland oder damals in Russland gewesen ist, was haben wir alles erlebt, aufgeopfert und und und…

Ich kann mich auch immer nur daran erinnern, dass meine Eltern sich wirklich alles in ihrem Leben hart erarbeitet haben, zum Teil auch von 0 angefangen ohne zu zögern und auch mit einem großen WARUM!

Voller Mut und Entschlossenheit. Ohne Wenn und Aber!

Und DAS war ihr Antrieb.

Das größte WARUM war für sie, mir und meiner Schwester ein besseres Leben zu schenken, als sie es hatten. Ein leichteres und ein unabhängiges Leben.

Sie hatten damals nicht die Möglichkeiten, die wir heute haben. Und trotzdem haben sie nicht locker gelassen und ihr Ding durchgezogen.

Ich vergleiche mich auch nicht. Es war eine andere Zeit , andere Wertvorstellungen und andere Umstände.

Dein Warum bringt dich weiter

Und ihr WARUM haben sie bekommen. Ich habe ein leichteres Leben. Ich habe die Möglichkeiten mir auszusuchen, wie ich leben möchte und kann mir auch aussuchen was ich machen möchte. Und genau diese Chancen ergreife ich. Ich weiß nicht wie lange ich leben werde, ich weiß nicht wie der Weg sein wird , Ich weiß nur, wie er jetzt ist. Jetzt stehen viele Türen  offen und rufen mich hinein und mal ehrlich: Die Rente können wir uns später erst recht in die Haare schmieren oder ne Packung Kaugummi davon kaufen. Deshalb ist es umso wichtiger das zu realisieren und nicht darauf zu warten, dass der Weihnachtsmann an der Tür klopft und sagt: „Hier, hab nen Sack voll Geld für dich. Davon kannst du dann jetzt und auch im Alter leben.“ Und bis Weihnachten sind ja noch paar Monate. Wer weiß schon was noch alles bis dahin passiert…

Jetzt ist es an mir mein WARUM durchzuziehen. Und nicht darauf zu warten, dass sich alles schon irgendwie selbst fügt. Wer seine Möglichkeiten verpennt, braucht sich auch später nicht darüber aufzuregen, wenn er oder sie eines Tages aufwacht und sagt „Scheiße, hätte ich doch damals.“

Taten sind der Schlüssel

Deshalb umso mehr kann ich nicht verstehen, wie man tatenlos warten kann, dass der Krebs auf dem Berg pfeift. Erst recht kann ich auch nicht verstehen, wenn die Möglichkeiten einem zuwinken und sagen „Hallo, hier bin ich.“ und dennoch verschließen wir unsere Augen ???? und irren weiter herum. Nun gut, ich muss auch nicht alles verstehen. Es reicht schon, wenn ich ein paar Synapsen in Bewegung bringe.

Der Krebs wird nicht den Berg  hochklettern und pfeifen wird er erst recht nicht. Es liegt an uns, unsere Möglichkeiten auszureizen, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht von der Umwelt zu erwarten, dass es bergauf geht. Das wird niemand sonst tun, außer uns selbst. Und hier ist handeln und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen angesagt.

 

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