Die Weihnachtskugel und das Fiasko

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Es macht mich sehr wütend. Ich weiß, dass es da draußen Menschen gibt, die sich mit diesem „Problem“ beschäftigen, verzweifeln und mit sich selbst ringen. Ein Problem, dass gar kein Problem ist, sondern einfach nur ein erschaffenes Problem, in meinen Augen von radikalen Randgruppen, die in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun haben.

Besonders in der Vorweihnachtszeit ringen viele Konvertierte mit vielen banalen Themen, die nur das Leben erschweren. Und zwar massiv.

Das verzweifelte Mädchen und die Weihnachtskugel

Erst vor einer Weile begegnete mir ein junges Mädchen, das total verzweifelt, in Tränen aufgelöst und verloren schien. Und was war der Grund?

Sie hat sich geweigert gemeinsam mit ihrer Mutter den Weihnachtsbaum zu schmücken. Die Situation endete in einem Fiasko. Ich war sprachlos und leider Gottes ist es auch kein Einzelfall. Genau solche Ereignisse führen doch größtenteils zum Bruch zwischen Familie und den neuen Muslimen. Das kann echt nicht wahr sein. Und genau das macht mich wütend. Sehr sogar.

Ich mache diesem Mädchen keinen Vorwurf und auch kann ich sie verstehen, dass sie nicht weiter wusste. Inzwischen hoffe ich für sie, dass sie ihr Handeln überdacht hat. Dennoch wenn man nur kurz logisch überlegt was einem wichtiger ist: Eine Weihnachtskugel nicht anzufassen oder der eigenen Mutter zu helfen, mit ihr schöne gemeinsame Zeit zu verbringen und das Verhältnis zu pflegen und aufrechterhalten?

Meine Frage an die konvertierten unter Euch:

Macht Ihr Euch ein Problem daraus? Habt Ihr das Gefühl vom Glauben abzufallen, weil ihr ein Schmuckstück anfasst? Wenn Ihr diese Befürchtung habt, würde ich in mich gehen und mir Gedanken über meine Labilität machen. Versteht mich nicht falsch. Ich möchte nur den Gedankengang anregen und helfen Eure Beziehungen zu Euren Familien aufrechtzuerhalten.

Ebenfalls wünsche ich mir dieses Jahr zu Weihnachten, dass endlich mal mit solchen grundlegenden Fragen aufgeräumt wird. Solche „Probleme“ dürfen echt nicht sein.

Das ist nahezu lächerlich.

2 Replies to “Die Weihnachtskugel und das Fiasko”

  1. Meine Eltern waren nicht sehr religiös, weswegen es für sie kein Problem war, auf den Weihnachtsbaum zu verzichten, nachdem ich auf dem Weg meiner Muslimwerdung – der mich zunächst in die Agnostik führte – alles Christliche abzulehnen begann.
    In dem islamisch geprägten Land, in dem ich heute lebe, ist es Mode geworden, im Monat Ramadan die Fenster, Balkone und bisweilen sogar die Bäume im Garten mit bunten elektrischen Lichtern in Form von Hilal mit Stern oder kyklisch aufleuchtenden oder die Farbe wechselnden Ketten zu schmücken, also in etwas ähnlicher Weise, wie die Christen im Abendland das in der Weihnachts- und Vorweihnachtszeit machen. Ich würde mir wünschen, die Muslime in Europa täten dergleich, um zu zeigen, daß sie Bestandteil der Gesellschaft geworden sind und sich nicht scheuen, sich mit ihrer muslimischen Identität in der Öffentlichkeit zu zeigen.

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