Äußerlichkeiten und Vorannahmen

Bildquelle: melissaflor / Pixabay

Es werden so viele Diskussionen über Oberflächlichkeiten gehalten. Und wir kauen und kauen weiter. Unaufhörlich. Ich bin es leid mich über das Äußerliche zu unterhalten. Und ich kann auch nicht sagen, ich finde das so gut oder auch anders. Das kann ich nicht. Und du kannst es auch nicht. Es ist alles subjektiv. Jeder Mensch ist individuell. Jede Empfindung ist individuell. Jeder Lebensort ist individuell. Jede Geschichte ist individuell. Es ist einfach zu sagen „Ich finde es so und so richtig.“ Was für dich aber richtig ist, muss für den anderen nicht richtig sein. Alles ist richtig und alles ist falsch. Es kann auch sein, dass das was für dich mal richtig war, heute nicht mehr richtig ist. Und egal wie ich mich drehe und wende, kommt das Thema „Kopfbedeckung“ auf mich zu. Und ich denke es wird immer wieder auf mich zu kommen. Und es ist auch okay so. Das was ich weitergeben kann ist, dass wir anderen Menschen nicht vorschreiben können, wie sie zu sein haben, wie sie sich zu fühlen haben oder wie sie sich zu kleiden haben. Wir können nicht aufgrund Äußerlichkeiten beurteilen, wer frommer ist, wer ein besserer Mensch ist. Wenn wir das tun, bedienen wir uns desselben Schubladendenkens, worauf wir selbst keine Lust haben. Paradox nicht wahr? Und auch die Frauen, die sich gegen die Kopfbedeckung entscheiden, haben es auch nicht immer leichter im Alltag. Da wird auch ihnen pauschal einfach Unrecht getan. In dem einen Fall vielleicht ja, in dem anderen vielleicht nein. Es wird immer Gegenwind geben, nur möglicherweise aus verschiedenen Richtungen. Ich persönlich kann sagen, ich habe beide Seiten kennengelernt und für mich daraus meine Schlüsse gezogen. Ich kann mich auch in beide Seiten hineinversetzen, ob es jetzt die Äußerlichkeiten anbelangt oder auch das Herz. Dieses Geschenk teile ich mit Euch.

Wie gehst du mit Äußerlichkeiten um

Die Fragen sind: “Wie gehst du mit diesem Gegenwind um? Siehst du dich als Opfer?“ Dann wirst du auch ein Opfer sein. So leid es mir auch tut, es liegt in deiner Hand. Es ist total legitim wie du Äußerlich aussiehst. Die Frage ist „Worüber definierst du dich?“ Denn wenn du dich selbst über Äußerlichkeiten definierst, wirst du auch so gesehen werden. Der Fokus von einem selbst sollte auf der Persönlichkeit liegen. Gehe mal tief in dich und schau worauf dein Fokus liegt.

Worauf richtest du deinen Fokus

Aus eigener Erfahrung und vielen Gesprächen kann ich bestätigen, dass der Fokus leider bei den Betroffenen oft auf den Äußerlichkeiten liegt.

Und eins muss gesagt sein: Es wird immer Menschen geben, die in die Schubladen geschoben werden. Die Frage ist, lässt du dich da reinschieben oder willst du lieber deine Persönlichkeit strahlen lassen, sodass alles wie der Blick in den Spiegel zurückstrahlt?

Das einzige Gewissen, dass ruhig sein sollte, ist das von einem selbst. Und mit diesem sollten wir Frieden schließen.

Und wenn bei dir jetzt der erste Gedanke kommt „Oh schade, mit Turban fand ich es so viel schöner.“, dann frage dich mal wieso kommt dieser Gedanke zuerst? Wo liegt dein Fokus?

Der Mensch an sich ist wichtig

Das Schönste was ich zu hören bekommen habe, ist (ungefähre Worte): „Mir ist es scheiss egal, was du trägst und wie du aussiehst. Ich schätze dich als Mensch und die Äußerlichkeiten nehme ich gar nicht wahr. Du bist die gleiche Person und wirst es für mich immer bleiben, egal was für Entscheidungen du triffst und wie du deinen Weg weitergehst. Ich mag dich weil du so bist wie du bist.“ Da könnte ich vor Freude weinen, wenn ein Mensch so etwas zu mir sagt.

Es wird Zeit sich von den Oberflächlichkeiten zu verabschieden und sich dem eigenen Herz zu widmen oder dem Herzen des Gegenübers.

Mach es einfach

Meine Message: Mach einfach, das was dein Herz sagt. Quatsch nicht viel rum und mache es einfach. Setze den Fokus auf deinen schönen Charakter und du wirst sehen die Menschen werden ihn erkennen.

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